Gescheckte Rehe und gescheckte Sauen

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Wildschwein gescheckt haintchen

Bei einem Spaziergang von Eisenbach zur Rickerhütte sah Wolfgang Rudloff dieses gescheckte Reh und konnte es fotografieren. Vor einigen Jahren wurde sogar im Revier Obertiefenbach ein weißes Reh entdeckt und fotografiert. Weiße Rehe kommen sehr selten vor; durch das Fehlen von Farbpigmenten in der Haut scheinen die Tiere mehr oder weniger weiß, bei echten Albinos (Albinismus) handelt es sich um eine angeborenen Stoffwechselstörung der Pigmentzellen – die Tiere haben auch rote Augen. Im Gegensatz dazu gibt es auch schwarze Rehe mit mehr oder weniger starker Pigmentablagerung in der Haut (Melanismus). Das gescheckte Reh aus dem Revier Eisenbach liegt wohl dazwischen. Es ist also recht selten; doch es gibt noch etwas ähnliches; in den letzten Jahren sind in den heimischen Revieren des öfteren gescheckte Wildschweine anzutreffen, wie hier auf dem Foto im Jagdrevier Haintchen mit dem Erleger Dr. Bernd Keller. Man nimmt an, dass es sich hierbei um Kreuzungen mit Hausschweinen handelt. Doch nicht jedes weiße Wildtier ist ein Albino. Manche Tiere wie der Schneehase, die Schneehühner und das große Wiesel, das im Winter Hermelin heisst und eine schwarze Schwanzspitze hat, haben ein braunes Fell oder Federkleid im Sommer. Im Laufe der Evolution haben sie es im Winter ihrer Umgebung angepasst und sind zu dieser Jahreszeit weiß. Das jagdliche Brauchtum und die Tradition der Jäger berichten viel von weißen Rehen und Hirschen – viele Jäger glauben heute noch, dass es Unglück bringt, ein weißes Reh zu erlegen. (rf)

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